Ganzheitliche Unterstützung

"Die ganzheitliche Lebensbegleitung"

Ganzheitliche Unterstützung

Unsere häusliche Hospizarbeit ist die aktive, ganzheitliche Lebensbegleitung von Kindern, Jugendlichen und Familien in denen ein Kind oder ein Jugendlicher mit einer begrenzten Lebenserwartung lebt.

  • psychosoziale Begleitung,
  • spirituellen Beistand,
  • praktische Alltagsunterstützung

Die ganzheitliche Lebensbegleitung ergibt sich auch aus verschiedenen Kooperationen z.B. mit:

  • Brückenschwestern der Kinderkliniken und ambulante Kinderkrankenpfegedienste beraten Familienangehörige bei Fragen der Pflege und vermitteln dadurch Sicherheit.
  • Paluna - Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) für Kinder und Jugendliche Tübingen Web
  • Ärzte und Ärztinnen der Klinik für Kinder und Jugendliche und der Schmerzambulanz unterstützen die niedergelassenen Kinderärzte und die Eltern bei der medizinischen häuslichen Versorgung.
  • Sozialpädagog/innen beraten bei psychosozialen und sozialrechtlichen Fragen.
  • Bei Bedarf vermitteln wir Kontakte am Heimatort der Familie auch über den Tübinger Raum hinaus.

Eine detaillierte Liste unserer Kooperationspartner finden Sie hier.

Wir beraten, unterstützen, begleiten

"Für uns ist das Thema Kind und Tod und Trauer kein Tabu."

Wir sind für das kranke Kind und seine Geschwister da.
Ganz konkret:
  • Wir besuchen die Familie zu Hause oder in der Klinik.
  • Wir bringen vor allem Zeit mit.
  • Wir unterstützen Eltern und Angehörige, persönlich oder auch nur telefonisch.
  • Wir sind für das kranke Kind und seine Geschwister da.
  • Wir bieten unterstützende Hilfe ab dem Zeitpunkt der Diagnose bis über den Tod eines Kindes hinaus.
  • Auch für Kinder und Jugendliche, die ein Elternteil oder eine wichtige Bezugsperson verloren haben, bieten wir Begleitung an.
  • Wir schaffen Freiräume für alle belasteten Mitglieder der Familie, damit sie für sich selbst sorgen und neue Kräfte gewinnen können.
  • Wir achten die Bedürfnisse und Wünsche jedes/r Einzelnen und respektieren deren Wunsch nach größtmöglicher Selbstbestimmung.
  • Unsere Arbeit leisten wir unabhängig von Weltanschauung, Religion und Herkunft.
  • Wir unterliegen der Schweigepflicht.
  • Auch Personen aus dem sozialen Umfeld, wie Kindergarten, Schule und Freundeskreis können die Dienste des häuslichen Kinderhospizdienstes nutzen.

Unsere Grundsätze

"Unser oberster Maßstab sind die Bedürfnisse des einzelnen Familienmitglieds und der ganzen Familie."

Wir sind für das kranke Kind und seine Geschwister da.

Daher stimmen wir unsere Unterstützung immer wieder auf die jeweilige aktuelle Situation ab:

  • Entlastung im Alltag: so bleibt mehr Zeit und Kraft für Notwendiges.
  • Wir wollen den jungen Patienten Freund und Partner sein.
  • Wir haben Zeit für Geschwister, die in der Sorge um das kranke Kind oft zu kurz kommen können.
  • Wir haben Zeit zum Spielen, Vorlesen, Musikhören, für Spaziergänge, Ausflüge, für Kinobesuche, aber auch zur Unterstützung bei Hausaufgaben.
  • Wir haben Zeit für Gespräche mit allen Familienmitgliedern.
  • Wir kümmern uns auch um fachliche Fragen und Probleme, vermitteln Fachdienste und weitere ergänzende Hilfen.

Das erste Gespräch

"Zu einem ersten Gespräch kommt eine qualifizierte hauptamtliche Fachkraft zu Ihnen nach Hause"

Erstgespräch

So lernen wir die Situation des Kindes und der Familie kennen. Es werden Wünsche und Möglichkeiten der Lebensbegleitung besprochen.

Im Team wird in den Koordinationsbesprechungen die für Sie am Besten geeignete Begleiterin ausgewählt und Ihnen vorgestellt. Es spielt dabei eine große Rolle, dass zwischen Ihnen und Ihrer Begleitung die "Chemie" stimmt.

Wir stimmen uns mit Ihnen über Umfang und Organisation der Begleitung ab. Es gibt dabei kein festes Schema - wir richten uns an Ihren Wünschen und an Ihrem Bedarf aus. Ihre ehrenamtlichen Begleiter und die hauptamtlichen Koordinatorinnen sind auch  Ansprechpartner für alle Ihre Belange und Fragen.

Ihre Begleiter ...

"... sind besondere Menschen - sorgfältig vorbereitet, fachlich kompetent"

Hauptamtlichen Fachkräfte und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen

Die Leistungen des häuslichen Kinderhospizdienstes werden von hauptberuflichen und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen erbracht.

Ihre Begleiter, die Sie in der Familie unterstützen, arbeiten ehrenamtlich und stehen unter Schweigepflicht.

Sie haben sich intensiv auf diese Aufgaben vorbereitet und sind durch einen anerkannten Kurs qualifiziert. Sie treffen sich regelmäßig unter fachkompetenter Leitung um ihre Erfahrungen auszutauschen, um Probleme zu besprechen und Lösungen zu suchen, um in Gemeinschaft selbst Unterstützung und Hilfe bei dieser verantwortungsvollen Arbeit zu erfahren und um sich ständig fortzubilden.

Die intensive Vorbereitung unserer ehrenamtlichen Begleiter erfolgt nach den Qualitätskriterien des „Curriculum zur Befähigung ehrenamtlich Mitarbeitender in ambulanten Kinderhospizdiensten" des Deutschen Kinderhospizvereines.

Geschulte Ehrenamtliche begleiten sie als Familie bedarfsorientiert.

  • Sie schenken Zeit und hören zu. Sie bleiben bei dem kranken Kind, wenn Sie eine Auszeit benötigen.
  • Sie kümmern sich um Geschwisterkinder, bieten Freizeitgestaltung und unterstützen bei den Hausaufgaben.
  • Sie sind Ansprechpartner für die alltäglichen Sorgen und begleiten die Familie auch in der Trauerzeit.

Damit das Verhältnis funktioniert, bedarf es auch der persönlichen Sympathie zwischen Familien und Begleitern - Ihre Begleiter sind keine fremden Experten sondern idealerweise "Teil ihres Alltags".

In der Regel begleiten die Ehrenamtlichen die betroffenen Familien über lange Zeiträume.

Freiräume schaffen

"Denken Sie auch an sich selbst!"

Ehrenamtlichen MitarbeiterInnen lesen vor

Alles Tun und Handeln konzentriert sich auf das kranke Kind - die eigenen Bedürfnisse der Familienmitglieder müssen oft hinten an stehen. Der ganz menschliche Wunsch einmal abzuschalten ist wichtig, um wieder neue Kraft schöpfen zu können.

Ihre Begleiter schaffen Ihnen gerne Freiräume, damit sich Eltern und Angehörige ab und zu auch für sich selbst Zeit nehmen können; beispielsweise um einmal wieder gemeinsam Essen zu gehen oder sich intensiv um ein Geschwisterkind zu kümmern.

Nicht selten sind Familien durch die ständige Belastung isoliert von der Außenwelt - unser häuslicher Hospizdienst schafft ihnen den Freiraum, wieder "am Leben" teilzunehmen.

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